apfelmus rezept
Apfelmus Dessert Rezept

Apfelmus zur Apfeltaufe

Neulich auf dem Apfelweg habe ich die Gelegenheit ergriffen und die dortige hohe Pomologendichte zwecks Sortenbestimmung genutzt. Durch den Streuobstwiesen-Flyer des NABU Rhein-Berg angefixt hoffte ich auf einen wunderbar exotischen Namen, wie „Seidenhemdchen“, „Jakob Lebel“ oder „Rheinischer Krummstiel“.

Geworden ist es dann ein „Gravensteiner“. Naja. Ein Zufallssämling derer von Gravenstein. Hat sich von der Ostseeküste bis ins Rheinische (und darüber hinaus) hochgearbeitet.

Und das trotz eingeschränkter Fruchtbarkeit – er ist ein schlechter Pollenspender, der lieber spenden lässt, als selbst aktiv zu werden. Zudem neigt er zu starkem Vorerntefruchtfall, was die vielen Äpfel, die ich in den vergangenen Wochen täglich aufgehoben habe erklärt.

Seinem hervorragenden Geschmack tut das alles keinen Abbruch und deshalb habe ich direkt ein paar neugetaufte „Gravensteiner“ zu Apfelmus verarbeitet. Wenn auch der Name wenig Exotik verheißt, dann doch wenigstens die Zutaten. Apfel mit Limette und Vanille. Das gibt dem Mus eine sehr besondere Note. Unglaublich lecker!

Zutaten:
(für 2 Gläser à 500 ml)

1,5 kg Gravensteiner (alternativ jeder beliebige Apfel)
2 Bio-Limetten
1 Vanilleschote
200-250 g Zucker (kann auch mehr oder weniger sein, hängt von der Apfelsorte ab)

1. Äpfel vierteln, entkernen und in grobe Stücke schneiden (ich lasse die Schale immer dran). Bio-Limetten auspressen. Vanilleschote längs aufschlitzen, Mark auskratzen.
2. Äpfel zusammen mit Limettensaft, Vanilleschote und -mark in einen Topf geben. Bei geringer Temperatur ca. 5-10 Minuten dünsten, bis die Äpfel weich sind. Vanilleschote entfernen. Apfelmasse pürieren, mit Zucker abschmecken und in Gläser abfüllen.

Tip:
Ich spüle die Vanilleschote ab, trockne sie und stecke sie dann in das Zuckervorratsglas. So habe ich immer natürlich aromatisierten Vanillezucker zur Hand.

  1. Lecker, Ingwer passt auch prima dazu.
    Wenn du in die „Großproduktion“ einsteigen willst, dann empfehle ich eine Flotte Lotte, dann kannst du dir das Schälen und Entkernen sparen und puriert wird auch gleich. Ich bin haushaltstechnisch nur sehr minimalistisch ausgerüstet aber das Ding will ich nicht mehr missen.

  2. Hm, ja kann ich mir auch vorstellen, obwohl ich Ingwer am liebsten im Tee mag. Zusammen mit Pfefferminze mein Geheimrezept für kalte Wintertage. Und die Lotte kenne ich noch aus meiner Kindheit. Gibts die noch zu kaufen? Muss ich gleich mal rausfinden.

  3. Eine sehr alte Sorte und mit bestem Geschmack. Wurde früher in den USA hoch gehandelt. Man sagt er ist die Vorlage des Apple Logos.
    Steve Jobs hat früher auf einer Farm eines Freundes mit Gravensteiner-Apfelbäumen gearbeitet.

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