DIY-Projekte Gartenarbeit

Ein Hügelbeet in unserem Garten

Im letzten Frühjahr habe ich in unserem Garten ein rundes Hügelbeet gebaut. Obwohl gebaut vielleicht ein wenig übertrieben ist. Die Bauarbeiten waren überschaubar. Im Mai habe ich es mit Zucchini und Pattison bepflanzt und eine riesige Ernte erwartet.

Leider hatte ich die Rechnung ohne die Cosmeensämlinge gemacht, die das Sonnenplätzchen vor dem Beet beanspruchten. Ich kann Wildwuchs ganz schlecht Einhalt gebieten. Die wunderbaren Blüten vor Augen habe ich sie dort wachsen lassen. Dafür haben sie sich mit einer Höhe von 2 Metern und einem Blütenmeer bis in den Oktober hinein bedankt. Das Hügelbeet dahinter hat allerdings unter der verminderten Sonneneinstrahlung sehr gelitten. Bereits im Spätsommer war Schluss mit Zucchini und Pattison. Das Kind hat sich darüber sehr gefreut (es hasst Zucchini), aber wir waren schon recht traurig und haben unser Lieblings-Pattison-Rezept sehr vermisst.

Dieses Jahr passe ich also besser auf. Vor das Hügelbeet kommen nur ein paar niedrig wachsende Dahlien und eine bunte Mischung aus fluffigen Gretel im Grünen, Marokkanischem Leinkraut und Wiesenrittersporn. Außerdem habe ich das Beet noch einmal deutlich erhöht. Über Winter war die Füllung merklich zusammengesunken. Jetzt ist es an der höchsten Stelle wieder rund 50 Zentimeter hoch.

Anlegen eines runden Hügelbeetes:

  • mit einer Schnur und zwei Stöcken einen Kreis mit (in unserem Fall) 2 Metern Durchmesser markieren
  • die Erde innerhalb des Kreises ca. 20 Zentimeter tief ausheben und beiseite schaufeln
  • Kreisumfang mit Schieferplatten oder Backsteinen begrenzen (wir haben Schieferplatten genommen, werden diese aber durch zwei Lagen Ziegelsteine verstärken, weil sie sich inzwischen durch den Erddruck etwas nach außen neigen)
  • eigentlich sollte das Beet jetzt auf dem Boden mit einem Drahtgeflecht gegen Wühlmäuse geschützt werden, da wir aber die Erfahrung gemacht haben, dass Wühlmäuse die 20 Zentimeter hohe Begrenzung ohne weitere übersteigen können, haben wir darauf verzichtet
  • Hügelbeet mit grobem Heckenschnitt und halbfertigem Kompost füllen
  • Erdaushub darauf schaufeln und mit einer Schicht fertigem Kompost abschließen

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, mit was das Hügelbeet in dieser Saison bepflanzt werden soll. Für die Kürbisgewächse ist in diesem Jahr im hinteren Gartenteil ein Beet reserviert. Was fehlt ist ein Plätzchen für Zuckererbsen und Stangenbohnen. Beides zusammen passt nicht. Brokkoli am äußeren Rand und Zuckererbsen in der Mitte stelle ich mir ganz schön vor. Ich habe eine sehr dekorative Erbsensorte mit lila-rosa Blüten (Graue Buntblühende von Dreschflegel). Und auf der Rückseite, die nicht ganz so viel Sonne abbekommt, kann Salat wachsen.

Was denkt ihr? Was würdet ihr pflanzen?
Die Gärtnerin freut sich über Bepflanzungsvorschläge für das Hügelbeet von anderen Gärtnern.

  1. Freigarten: Isabel Kramer

    Hallo Anja,
    sieht sicherlich gut aus. Ich pflanze immer Erbsen in die Mitte, außen abwechselnd Salat und Fenchel. Wenn der Salat geerntet ist kommt dann ein Spätkohl an die Stelle. Dann hat der Kohl Zeit zu wachsen und der Boden ist bedeckt und wenn er Platz braucht sind der Fenchel und die Erbsen geerntet. Du kannst auch gut den Fenchel mit Mangold austauschen. Vielleicht hast Du im Herbst ein bisschen Saatgut von den tollen Erbsen übrig, dann können wir tauschen. Ich habe eine dunkel rote Buschbohne.

    • Die Gaertnerin

      Liebe Isabel,
      wenn die Erbsen so toll werden wie ich hoffe, werde ich auf jeden Fall Saatgut davon gewinnen und gerne mit dir tauschen.
      Grüße aus dem Horrorgarten
      von Anja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.