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Düngen Gießen

Gemüse in Töpfen anbauen – 3 Tipps für eine fette Ernte

Gemüse in Töpfen an der Palettenlounge

Die wärmeliebenden Paprika, Chili, Gurken und Tomaten wachsen bei mir zum Teil in großen Töpfen. So kann ich sie genau dort hin stellen wo die Sonne am längsten hin scheint. In meinem Garten ist das rund um unsere selbst gebaute Lounge aus Paletten der Fall. Das ist ein bisschen wie im Schlaraffenland. Mir wächst das Gemüse quasi liegend in den Mund. Fehlen nur noch die gebratenen Tauben (bei der Gelegenheit ein kleiner Hinweis auf mein gespaltenes Verhältnis zur Art der Columbidae  ;-))

Zurück zum Gemüse. Damit meine eingetopften Sonnenanbeter auch wirklich üppig wachsen brauchen sie nicht nur viele Sonnenstunden sondern zusätzlich ausreichend Wasser und genügend Nährstoffe. Das ist bei Gemüse in Töpfen nicht ganz so einfach. Im Topf steht den Pflanzen nur eine begrenzte Menge Erde zur Verfügung. Sie können mit ihren Wurzeln nicht tiefer wachsen wenn das Wasser knapp wird und die Nährstoffe in der Topferde sind irgendwann zu Ende. Ohne regelmäßigen Nachschub geht da nicht viel. Und ganz anders als im Schlaraffenland muss ich leider selbst dafür sorgen. Damit der Aufwand überschaubar bleibt pflanze ich mein Gemüse von Anfang an in ausreichend große Töpfe.

1. Tipp: Ausreichend große Töpfe verwenden

Zwanzig Liter dürfen es für Paprika, Gurken und Tomaten pro Pflanze schon sein, mehr ist auch nicht verkehrt. Die kleineren Chili-Pflanzen kommen auch mit zehn Litern aus. Der Vorteil von großen Töpfen: die Erde trocknet nicht so schnell aus und der Nährstoff-Vorrat reicht aus um die erste Wachstumsphase zu überbrücken. Erst nach ca. sechs Wochen brauchen die Pflanzen Nährstoff-Nachschub.

2. Tipp: Ausreichend wässern

Trocknet die Erde in den Töpfen zu stark aus, schaltet das Gemüse in den Notbetrieb, wirft bereits gebildete Früchte ab und stellt sein Wachstum ein. Damit das nicht passiert drehe ich jeden Abend meine Runden mit der Gießkanne. Ein Untersetzer unter dem Topf schafft Platz für einen kleinen Wasservorrat. Solange gießen bis er voll ist, das hat bislang immer bis zum nächsten Abend gereicht. Noch einfacher geht es mit einem Tropfbewässerungssystem. Letztes Jahr hatte ich einen Teil meiner Töpfe daran angeschlossen. Die wurden dann ganz bequem über die Regentonne mit Wasser versorgt. In diesem Jahr war die Regentonne meistens leer. So trocken war es noch nie und die Wasserrechnung dürfte entsprechend ausfallen.

3. Tipp: Organischer Dünger

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein und mein Gemüse braucht neben Wasser und Sonne je nach Sorte vor allem Stickstoff, Phosphor, Kalium und eine Portion Kalzium damit es gut wächst und reichlich Früchte trägt. Mineralischer Dünger ist in meinem Garten tabu. Der kleine Horrorgarten wird biologisch bewirtschaftet. Ich verwende ausschließlich organischen Dünger. Der wird aus Pflanzen(Jauche) und Tiermist gewonnen (ja, das riecht manchmal ein wenig). In dieser Gemüsesaison habe ich gleich zwei neue Ansätze ausprobiert. Bei den Tomaten im Tomatenhaus habe ich es mit einem alten Trick aus Omas Schatzkiste versucht und Fischabfälle in das Pflanzloch gegeben. Bestimmt nicht jedermanns Sache, aber ich muss sagen bislang kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Tomaten im Tomatenhaus
Tomaten im Tomatenhaus
Tomaten im Tomatenhaus

Für das Gemüse in Töpfen schien mir die Düngung mit getrockneten Pferdeäpfeln in Pelletform passender. Die Pellets gibt es von Naturen. Sie werden leicht in die oberste Erdschicht eingearbeitet. Beim ersten Gießen zerfallen sie, der dabei entstehende Geruch verfliegt recht schnell. Laut Hersteller versorgen mein Gemüse mit allem was es braucht. Außerdem aktivieren sie das Bodenleben und verbessern die Wasserspeicherfähigkeit der Erde.

Wenn ich mir das damit gedüngte Gemüse so anschaue, halten sie was sie versprechen. Die Paprika „Sweet Chocolate“ von Arche Noah hat jede Menge große Früchte ausgebildet. Die Gurken tragen gut. Die Tomaten im Topf und im Fass ebenfalls. Die Sorte „Purple Rose“ ist mit ihren tiefschwarzen Früchten ein echter Hingucker. Aber auch das „Andenhorn“ und die „weiße Pfirsichtomate“ im Tomatenfass können sich sehen lassen. Die langsam wachsenden Glocken-Chili wurden anfangs immer wieder vom wuchsfreudigen roten Basilikum überholt. Ein mehrmaliger Rückschnitt hat für Gleichstand gesorgt und inzwischen hängt die Chilipflanze voll mit kleinen grünen Glocken-Chilis.

Gurke
Tomaten im Tomatenfass, Andenhorn und weißer Pfirsich
schwarze Tomaten, Purple Rose
Glockenchili

Eine Leserin war der Meinung, das mit Pferdeäpfeln gedüngtes Gemüse komisch schmeckt. Ich konnte das bei den bislang geernteten Gurken und Tomaten nicht feststellen. Das gilt im übrigen auch für die Tomaten, die mit Fischabfällen gedüngt wurden. Keine Spur von Fisch oder Pferd. Nur leckerer fruchtiger aromatischer Tomatengeschmack.

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