Kräuterlimo
Grüner Smootie Kräuterlimonade

Grüner Zaubertrank

Grüne Smoothies sind gerade sehr angesagt. Das Rezept für diesen grünen Smoothie kommt aus der Türkei. Dort heißt das Getränk nicht grüner Smoothie sondern Yeşil Şifa. Es besteht aus vielen verschiedenen Kräutern und schmeckt richtig lecker.

Sieht aus wie eine Mischung aus Mirakulix berühmten Zaubertrank und frisch angesetzter Brennnesseljauche. Entsprechend vorsichtig war ich beim ersten Schlückchen. Werde ich  jetzt gleich wie Asterix in einem Blitz- und Donnerwirbel in die Luft geschleudert, um meine eigene Achse gedreht um bei der Landung mit Zauberkräften versehen meinen Rasen mit der flachen Handkante zu mähen? Oder fühle ich mich gleich eher wie die gerade in Massen auftretenden Blattläuse nach einer Dusche mit frischer ätzender Jauche?

Der Versuch endet recht unspektakulär im weder noch.

Zum ersten Mal getrunken habe ich das giftig grüne Getränk auf dem Sommerfest der Pflanzstelle in Köln. Aber trotz Farbe, Konsistenz und Darbietung hat sie ziemlich gut geschmeckt. Richtig gut sogar. Total erfrischend. Perfekt für warme Sommerabende. Freundlicherweise habe ich das Rezept bekommen und da es im Horrorgarten gerade nicht an frischem Grün mangelt habe ich direkt eine eigene Version entwickelt.

Das ursprüngliche Rezept kommt übrigens aus der Türkei oder zumindest aus einem türkischen Kochbuch. Übersetzt bedeutet Yeşil Şifa soviel wie grüner Heiltrunk. Und auch wenn ich meinen Rasen nun leider weiterhin mit dem recht schwergängigen Handrasenmäher mähen muss, versüßt mit die Kräuterlimonade danach die verdiente Pause auf dem kurz geschorenen Grün.

Yeşil Şifa – Grüner Kräutersmoothie

Zutaten:
(für ca. 2 Liter)
800 g glatte Petersilie
400 g Brunnenkresse
400 g Dill
400 g Rucola
400 g Minze
400 g Basilikum
1 Bio-Orange
1 Bio-Zitrone
Honig nach Geschmack

1. Die Kräuter abbrausen, trocken schütteln, dicke Stiele entfernen, Blätter grob zerhacken. Orange und Zitrone schälen und filetieren.

2. Kräuter und Obst in einen Topf geben, mit 1,5 Litern Wasser übergießen,  gründlich pürieren.

3. Mit Honig abschmecken. Gut umrühren, in Flaschen abfüllen und kühl aufbewahren.

Tipp:
Bis auf die Minze ist die Kräutermischung variabel. Nehmt einfach was der Garten hergibt. Im Kühlschrank hält sich der Kräutersmoothie etwa zwei Tage. Wenn etwas übrig bleibt einfach zu Eiswürfeln verarbeiten. Die grellgrünen Würfel kommen in Orangensaft besonders gut.

  1. yogablümchen

    Oh, dieser Trunk hört sich so lecker an, und man kann damit auch gleich die wuchernde Minze reduzieren.
    lg yogablümchen

  2. Chaosgarten

    Hört sich lecker an, aber das kann man wohl höchstens einmal im Jahr machen, bei den Mengen Kräutern, die da reinkommen. Minze mag ja och gehen, da die recht stark wuchert, aber der Rest? AUch das Entstielen ist bei den Mengen ja eine Arbeit für mehrere Stunden. Oder ist da jeweils eine Null zuviel drangeraten?

    Der Einfachheit halber werde ich wohl bei Brause auf Kräutersirupbasis bleiben, wo ich die Kräuter im Ganzen verarbeiten und den Sirup beliebig lange lagern kann: http://chaosgarten.blogspot.de/2012/05/krautersirup-selbst-gemacht.html

    In einem georgischen Retaurant in Estland habe ich übrigens auch mal eine Estragonbrause Namens „Tarhun“ getrunken, die echt lecker war. Die wird bestimmt so ähnlich gemacht, vielleicht mit weniger Kräutern.

    • Leider keine Null zuviel. Weg müssen aber nur die ganz dicken Stiele bei der Petersilie. Aber stimmt schon, das sind eine Menge Kräuter. Werde gerne mal deinen Alternativvorschlag ausprobieren 🙂

  3. Danke für das tolle Rezept. Da bekomm ich gleich wieder Lust mir einen Smoothie zu machen.

    • Die Gaertnerin

      Ist genau die richtige Zeit dafür. Die passenden Kräuter findet man jetzt im Garten 🙂

  4. Ja absolut die richtige Zeit 🙂 Mein Großvater wohnt im Gebirge und kennt sich hervorragend mit Pflanzen und Wildkräutern aus da werde ich mal ein bisschen rumprobieren :=)

    LG

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