Sonstiges

Häschen in der Grube

Das große Graberätsel ist gelöst! Den Tag der Arbeit wörtlich nehmend, war ich am ersten Mai fleißig und wollte unter anderem unseren 1000 Liter Tank auf Dichtigkeit überprüfen. Ich war recht überrascht, als mich auf dem Boden liegend, ein entzückendes Kaninchen freundlich anblickte, bevor es blitzschnell verschwand. Der Hohlraum unter dem Wassertank scheint ihm als Zwischenwohnung nur mäßig behagt zu haben, weshalb es wohl immer wieder neben dem Johannisbeerstrauch einen geräumigen Familienbau anlegen wollte. Frauke lag also mit ihrer Vermutung richtig. Es war ein Kaninchenbau!

Zusammen mit dem Nachbarn zur Rechten haben wir uns direkt an die Zaunsicherung gemacht. Wie gut, dass wir die alte Terrasse stark verkleinert und deshalb jede Menge nutzlose Betonplatten übrig haben. Die werden jetzt zu zwei Dritteln in den Boden eingegraben, um zumindest den regen Kaninchenwechsel zwischen den Gärten zu unterbinden.

Alternativ habe ich mich nach Vertreibungsmethoden im Internet umgesehen. Der Vorschlag täglich auf die Beete zu pinkeln, ging mir dann doch zu weit. An Hundehaare in der benötigten Menge komm ich nicht ran. Bleibt der Versuch Hornspäne überall zu verteilen (leichte Dauerdüngung kann ja im Prinzip nicht schaden). Oder doch auf ein sogenanntes Fernhaltemittel auf Basis pflanzlicher Inhaltsstoffe zurück zu greifen.

Arrangieren geht wohl eher nicht – wenn wir Salat, Kohlrabi und Brokkoli selbst ernten wollen. Im Gegensatz zu diesen, wächst einem eine vermehrungsfreudige Kaninchenfamilie, nämlich schnell über den Kopf. Fünfmal im Jahr bis zu sechs Junge, da wird der Horrorgarten ja rapzap zum Kaninchengehege! Dann gibt’s nicht nur kein Gemüse, sondern auch noch Stress mit der Kleingartenverordnung, die Tierhaltung strikt untersagt 🙂

  1. Kathrin

    Immerhin sind Kaninchen sehr schnuckelige Untermieter, aber es ist schon klar, dass man nicht zusehen kann, wie sie sich rasant vermehren.

    lg kathrin

  2. Hallo Anja!
    Ich habe neulich auch nicht schlecht gestaunt, als ein Karnickel im Nachbargarten war. Seitdem habe ich es aber nicht mehr gesehen. So niedlich die auch sind, aber sie richten doch einige Schäden an…
    VG
    Elke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.