Rosenkohl
Rezept

In der kleinen Horrorgartenküche regnets Rosen(-Kohl)

Heute macht der kleine Horrorgarten Schluss mit längst überfälligen Kleinmädchenträumen. Direkt nach dem Prinzen auf dem weißen Schimmel (der mich persönlich allerdings noch nie so sehr interessiert hat, bei mir hätte er schon auf einem PS starken Motorrad sitzen müssen) kommt der rote Rosenregen, den uns die liebe Hilde schon vor mehr als 40 Jahren angekündigt hat.

Auf Rosen stehe ich zwar immer noch, aber bis die Horrorgartenrosen so richtig was her machen dauert es noch ein wenig.

Dafür ist der Rosenkohl in diesem Jahr eine wahre Pracht. Die dicken Bohnen als Vorkultur waren wohl die richtige Wahl. Und auch die extra Schaufel Kompost ist ihm gut bekommen. Bevor sich allerdings die hungrigen Kaninchen beim Anblick der saftigen Rösschen von unserem Zaun nicht mehr abschrecken lassen, ernte ich ihn lieber selbst und lade meine rosenkohlsüchtige Lieblingsnachbarin ein zu:

rosenkohl
Rosenkohl mit Vanillemaroni und Pellkartoffeln

Zutaten (für 4 Portionen):

für die Vanillemaroni:
170 g Zucker
150 ml Wasser
1/2 Vanilleschote
500 g vakuumierte Maroni

für die Pellkartoffeln:
800 g Kartoffeln

für das Gemüse:
500 g Rosenkohlröschen
5-6 Zweige Thymian
50 ml Olivenöl
50 g Butter
Salz, Pfeffer

1. Für die Vanillemaroni Zucker und Wasser verrühren. Vanilleschote längs aufschlitzen und auskratzen. Schote und Mark unter das Zuckerwasser rühren und unter Rühren zum kochen bringen. Maroni darin einlegen.

2. Kartoffeln waschen. In einen Topf geben, mit Wasser bedecken und zum kochen bringen. Ca. 25-30 Minuten kochen lassen. Abgießen und ausdampfen lassen.

3. Inzwischen für das Gemüse Backofen auf 200°C vorheizen. Rosenkohl waschen, putzen und halbieren. Thymian abbrausen, trocken schütteln und Blätter abzupfen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Rosenkohl darin in zwei Portionen ca. 4 Minuten scharf anbraten.

4. Maroni mit einem Schaumlöffel aus dem Sirup heben und zu dem Rosenkohl geben.

5. Butter und Thymian unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einer Auflaufform im Backofen in ca. 12-15 Minuten goldbraun backen.

6. Kartoffeln pellen und zusammen mit dem Rosenkohl servieren.

Tipp:
Dazu schmeckt eine Flasche trockener Weißwein (oder auch zwei :)) ganz hervorragend.

 

  1. eine gute Idee mit eigenem Rosenkohl als nachkultur.
    Du hast es wunderbar präsentiert, da bekommt man gleich Lust zum Anpflanzen und Ernten,
    Grüße von Frauke

  2. Isabel Kramer Freigarten

    den Kohl oben auf dem Rosenkohl kann auch gegessen werden. Einfach Zwiebel anschwitzen und den Kohl in feinen Streifen geschnitten mit dünsten. Ich hoffe diese Info ist nicht zu spät 🙂
    Ich hatte den Kohl auch nach den dicken Bohenen, war aber mit der Vorzucht des Rosenkohls zu spät dran, daher haben wir kleinere Knospen. Wir hatten letztens Rosenkohl mit Zwiebeln im Backofen. Sie haben dadurch schöne Röstaromen bekommen, super lecker.

    • Die Gaertnerin

      Liebe Isabel,
      für den Kohl auf dem Foto kommt die Info zu spät, aber im nächsten Jahr denke ich daran.
      Ein friedliches Weihnachtsfest wünscht
      Anja

  3. Franziska

    Oh was für wunderschöner Rosenkohl! Ist er denn schwer anzubauen?
    Dieses Jahr hätte ich genug Platz für Rosenkohl und würde es gerne versuchen. Ziehst du da selbst vor oder kaufst du Pflänzchen?

    Liebe Grüße von einem Rosenkohl-Neuling
    Franziska

    • Die Gaertnerin

      Hallo Franziska,
      die Rosenkohlpflänzchen waren gekauft, aber selbst vorziehen geht natürlich auch. Auf dem Beet standen im Jahr davor Bohnen. Die haben den Boden gut mit Stickstoff versorgt. Eine Ladung Kompost und etwas Oscorna-Animalin gab es dann noch zusätzlich. In meinem Garten müssen Kohlpflanzen so lange wie möglich vor Tauben geschützt werden. Die Viecher lieben frische Kohlblätter. Ich benutze dazu selbst gemachte Hauben aus Hasendraht. Außer ab und an gießen hab ich sonst nichts mehr für die Rosenkohlpflanzen getan und im Herbst reichlich geerntet.
      Liebe Grüße und viel Erfolg beim Rosenkohlanbau wünscht
      Anja

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