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Mein Garten braucht mich nicht

Diesen Sommer musste mein Garten fast völlig ohne mich klar kommen. Manchmal dauern Dinge länger als gedacht und ein paar davon haben mich in den letzten Monaten an den Schreibtisch gefesselt. Dazu dann noch ein Sommer, der zuverlässig immer dann die Schleusen öffnete, wenn mein Bildschirm endlich mit einem leisen Seufzen verstummte.

Hätte mich nicht gewundert, wenn der liebe Horrorgarten mit totaler Ernteverweigerung auf die massiver Vernachlässigung reagiert hätte. Aber so ist der nicht! Die Rolle der beleidigten Leberwurst scheint ihm nicht zu liegen. Statt dessen hat er sich völlig von mir emanzipiert und ganz alleine Obst und Gemüse produziert. Bei einigen Sorten hat er sogar die Ernte und Verwertung übernommen – wenn auch leider nicht in meinem Sinne. Dafür haben sich Scharen von Bienen und Wespen über die am Boden liegenden Pflaumen gefreut. Und bei der Kartoffelernte haben die immer noch zahlreich vorhandenen Wühlmäuse aktiv mitgeholfen 🙂

Einiges konnte ich aber doch selbst ernten. Kiloweise Mirabellen. Viele leckere Gurken. Dunkellila Auberginen. Ein paar Tomaten. Massig Bohnen. Und, der absolute Knaller in diesem Jahr – Himbeeren ohne Ende. Eigentlich wollte ich die Himbeerreihe im Frühjahr ausdünnen. Die Ruten standen viel zu dicht. Aber ich habe den richtigen Zeitpunkt verpasst und damit scheinbar genau das Richtige getan. So eine üppige Himbeerernte hatte ich noch nie!

Während ich hier tippe steht ein großer Topf davon in der Küche und wartet darauf verarbeitet zu werden. Viele Marmeladengläser sind bereits gefüllt. Heute steht eine Himbeertarte auf dem Programm und am Sonntag gibt es ein leckeres spanisches Dessert mit Himbeeren. Rezepte und Bilder folgen 🙂

So viele Bohnen. Was mach ich nur daraus?

Die sind schon zu Sugo verarbeitet. Lecker!

Mit Kartoffeln habe ich kein Glück. Nächstes Jahr kaufe ich lieber beim Biobauern.

  1. Boa ist das eine tolle Ernte! Sieht sehr lecker aus!
    Liebe Grüße zu Dir, Silvia

  2. Na, ein Garten, der keinen Gärtner benötigt? Selten! Aber sowas ist doch schön. Hast dir da ne tolle Ernte „zusammengewartet“ (du sagst ja, dass er dich nicht braucht 😀 ).

    LG
    Benny

    • Die Gaertnerin

      Da hast du wohl recht Benny, so ein eigenständiger Garten ist recht selten 🙂 Aber es ist schon wahr, dass ich in diesem Jahr (mal abgesehen von ein paar Pflanzaktivitäten im Frühjahr) wenig Zeit im Garten verbringen konnte. Viel weniger als sonst. Drum freut’s mich sehr, dass ich trotzdem was ernten kann.

  3. Taunusgarten

    Pferdemist – macht sich olfaktorisch nur bei unterirdischem Gemüse bemerkbar.

    Unsere Radis rochen erheblich nach Ross. Leider auch nach dem Waschen. Bei Tomaten, Rosen etc. sind Pferdeäpfel aber ganz hervorragend

    • Die Gaertnerin

      Gut zu wissen. Will die Pellet in diesem Jahr im ganzen Garten anwenden. Wir bauen selten Radieschen und anderes Wurzelgemüse an. Nur manchmal Rote Bete. Die müssen dann halt auf ein extra Beet.

  4. Taunusgarten

    Pellets sollten auch bei Wurzelgemüse okay sein – hab ich für’s Frühjahr in der Garage und rieche nichts. Mein Mist war damals direkt vom Haufen. 😉
    Ich hatte einen total verwahrlosten Garten übernommen und die Beete mit Pferdemist und Kompost erst einmal grundgedüngt….

    Viele Grüße!

    • Die Gaertnerin

      Na, dann werde ich das einfachmal ausprobieren. Ein paar Wochen muss ich noch warten. Bin schon ganz hibbelig.
      🙂

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