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Gemüsesuppe

Quer durchs Beet in den Topf

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Letztes Jahr haben mir die Tauben meine Querbeet Gemüsesuppe gründlich versalzen oder besser gesagt einfach weggepickt. Ausnahmslos alle Kohlpflänzchen haben sie gnadenlos erledigt. Und ich wusste zunächst nicht mal wer der Übeltäter ist. Bevor ich sie „in flagranti“ beim Festtagsschmaus erwischte, hatte ich noch ihre schleimigen Kollegen im Verdacht und war recht irritiert, dass die üblichen Abwehrmaßnahmen so gar nicht griffen.

In diesem Jahr war ich schlauer. Die Kohlrabi wuchsen im Schutz der wild rankenden Zuckererbsen. Den Sprossenbrokkoli habe ich solange mit Plastikflaschen geschützt bis er für die Tauben mangels zarter junger Blättchen uninteressant wurde. Und an den Dicken Bohnen haben die Viecher eh kein Interesse. Alles ist super gewachsen und bettelt geradezu darum geerntet zu werden.

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gut behüteter Brokkoli – keine Chance für gefrässige Tauben

Die Querbeet Gemüsesuppe

Deshalb steht sie jetzt endlich auf dem Tisch:
(Die Blüten in der Suppe stammen vom Sprossenbrokkoli. Statt eines großen Kopfes produziert er viele kleine Sprossen in den Blattachseln, die auch wenn sie blühen noch gegessen werden können.)


Zutaten:
(für 4 Portionen)

200 g Kohlrabi
100 g (Sprossen-)Brokkoli
200 g Dicke Bohnen
200 g Zuckererbsen
1 Knoblauchzehe
2-3 Frühlingszwiebeln
1 Stiel Liebstöckel
2-3 Zweige Bohnenkraut
1 Zweig Estragon
2 frische Lorbeerblätter
400 g gemischtes Hackfleisch
Salz, schwarzer Pfeffer, Wacholderbeeren
1 Papierfilter für Tee

1. Gemüse waschen und putzen. Kohlrabi schälen und in grobe Stifte schneiden. Junge Blätter fein hacken. Stiele vom Sprossenbrokkoli schälen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Röschen in mundgerechte Stücke teilen. Dicke Bohnen auslösen. Zuckererbsen eventuell halbieren.
2. Knoblauch schälen und fein hacken. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Kräuter abbrausen Trocken schütteln. Liebstöckel und Estragon getrennt fein hacken.
3. Hackfleisch mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Aus der Masse sehr kleine Bällchen formen.
4. Ca. 1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen. 1 TL schwarzer Pfeffer, 1/2 TL Wacholderbeeren im Mörser grob zerkleinern. Zusammen mit Bohnenkraut und Lorbeerblättern in Teefilter füllen und in das kochende Wasser geben.
5. Gemüse, Knoblauch und Liebstöckel zugeben und ca. 5 Minuten kochen lassen. Temperatur reduzieren. Fleischbällchen zugeben und ca. 5 Minuten gar ziehen lassen.
6. Gewürzbeutel entfernen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Mit Kohlrabiblättern, Frühlingszwiebeln und Estragon bestreut servieren.

Tipp:
Dazu schmeckt ein knuspriges Baguette mit selbst gemachter Estragonbutter sehr lecker. Außerdem bestreue ich die Suppe auch gerne mit frisch gehobeltem Parmesan.

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der Kohlrabi ist zwischen zwei Reihen Zuckererbsen taubensicher versteckt

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