Rasenkur Moos entfernen
Kooperation Rasenpflege

Rasenkur im Frühjahr in 5 Schritten

In unserem Rasen blühen viele Gänseblümchen, hier und da ein bisschen Löwenzahn und an manchen Stellen breitet sich Klee ziemlich invasiv aus. Das stört mich alles überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil – ich mag es bunt und wild. Auch das weiche Moospolster habe ich bislang einfach hingenommen. Was mir allerdings überhaupt nicht gefällt sind die kilometerlangen Erdschlangen (ja gut, ich übertreibe ein wenig), die unsere Wühlmausfamilie im letzten Jahr gegraben hat. Unsere kleine Rasenfläche sah im Frühjahr aus wie ein schäbiger Flickenteppich. Und beim drüber laufen bin ich mit dem Fuß in den Mausegängen versunken. Müssen Riesenwühlmäuse sein, die da ihr Unwesen treiben – soll nochmal einer sagen im kleinen Horrorgarten ginge es nicht gruselig zu ;-

1. Rasen mähen

In jedem Fall ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine gründliche Rasenkur gekommen. Zuerst muss der Rasen gemäht werden. Im Sommer lasse ich das Schnittgut gerne liegen. Als Vorbereitung auf die Rasenkur muss es aber weggeräumt werden. Ich verteile den Rasenschnitt zwischen den Himbeeren als Mulchschicht.

Rasenkur rasen mähen

2. Rasen Vertikultieren

Einfach düngen und mit dem Vertikultierer drüber gehen reicht bei unserem Rasen nicht mehr aus. Die Moosschicht ist stellenweise so dicht – da ist gar kein Rasen mehr übrig. Beim Vertikultieren entstehen deshalb auch große Löcher und die Arbeit geht nur recht langsam voran. Mehr als 2-3 Quadratmeter am Stück schaffe ich nicht.

In den Pausen trampele ich die Wühlmausgänge platt – wohl wissend, dass sie am nächsten Tag wieder neu gegraben werden. Aber mehr als platt trampeln und regelmäßig Rasen mähen fällt mir dazu nicht ein. Auch Wühlmäuse schätzen es nicht, wenn jemand dauernd auf ihrem Kopf herumtrampelt. Ich hoffe auf Dauer verziehen sie sich in tiefere Erdschichten. An ein paar Gartenstellen ist das schon gelungen.

Rasenkur nach vertikultieren

3. Rasen neu einsäen

Die großen Löcher müssen neu eingesät werden. Ich habe dafür Power-Nachsaat verwendet. Die Gräsermischung soll gut zum schnellen Lückenfüllen geeignet sein. Die Samen sind mit einer Nährstoffhülle versehen und keimen besonders schnell. Durch das Gewicht der Nährstoffhülle sollen sie nicht so schnell weggeweht und (aufgrund der farbigen Markierung) von Vögeln gefressen werden. Ich bin gespannt wie das wohl funktioniert. Zumindest die Elstern sind von farbigen Kügelchen sehr fasziniert.

Rasenkur im Frühling
Rasenkur in fünf schritten

4. Rasen düngen

Nachdem das Moos entfernt ist und die entstanden Lücken mit neuer Rasensaat gefüllt sind, freuen sich die arg zerzausten Halme über eine Extraportion Nährstoffe. Anstelle von reinem Rasendünger habe ich die Rasenkur von toom verwendet. Darin ist neben einem Starterdünger auch eine schnell keimende Saatmischung enthalten. Wenn die Lücken nach dem Vertikultieren nicht so groß sind wie in unserem Rasen, reicht diese Mischung zum Regenerieren völlig aus – Punkt 3, Neusaat, kann dann ausfallen. Wer viel Wert auf gepflegtes Grün legt, kann alle vier Wochen ein wenig von der Rasenkur auf den Rasen geben. Ich mache das nur im Frühjahr und im Herbst.

Rasenkur

5. Rasen wässern

Damit die Neusaat keimen kann und die Nährstoffe in den Boden einsickern muss der Rasen nach der Behandlung gründlich gewässert werden. Mit freundlicher Unterstützung von Petrus hat das bei uns ganz ohne körperlichen Einsatz geklappt. Den Gartenschlauch musste ich erst gar nicht ausrollen. Den Regenschauer haben wir gemütlich in der Laube abgewartet und danach konnte man das Gras förmlich wachsen hören 🙂

Rasenkur gießen

Dieser Beitrag ist Teil einer Kooperation mit toom. Die verwendeten Produkte wurden mir zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt meiner Texte hat diese Zusammenarbeit keinen Einfluss.

  1. Super Beitrag! Von mir anzumerken gibt es noch, dass auch in Zukunft mindestens einmal im Jahr vertikutiert werden muss. Das sorgt dafür, dass der Rasen auch in Zukunft frei von Moos bleibt, da durch das Belüften des Rasens wieder mehr Nährstoffe in den Boden eindringen können, die dem Rasen zugute kommen. So kann er sich optimal ausbreiten und einen dichten Rasenteppich bilden.
    Die Düngung ist dann umso effektiver!

    • Die Gaertnerin

      Im nächsten Jahr ist es dann hoffentlich nicht mehr so anstrengend. Ein bisschen werde ich das weiche Moospolster aber auch vermissen 😉

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