Wer gärtnert hier eigentlich?

Andreas Lauermann, Fotograf
Anja Klein, Autorin

Andreas Lauermann, Fotograf

Anja Klein, Autorin

Wenn ich mit der Kamera im Garten stehe, kann ich selbst kaum glauben, dass ich als Fotograf jahrelang eine Schwäche für Industriegebiete, Betonmauern und Häuserschluchten hatte. Aber der Gartenbegeisterung meiner Frau, konnte (und wollte) ich auf Dauer nicht widerstehen.

Nach dem ersten Schock als frisch gebackener Schrebergartenbesitzer bin ich recht schnell dem Gartenvirus verfallen und richte meine Kamera seitdem am liebsten auf alles, was wächst.

Die Liebe zum Gärtnern wurde mir bereits in die Wiege gelegt. Jahrelang konnte ich meine Leidenschaft nur auf Fensterbänken, Balkonen und in Hinterhöfen ausleben. Bis ich heimlich (!), still und leise einen Schrebergarten gepachtet und mich kopfüber ins Gärtnerleben gestürzt habe.

Im echten Leben verdiene ich meine Brötchen als freie Autorin und Chefredakteurin für diverse Online- und Printmedien. Hauptsächlich im Bereich Food-, Garten- und Reise.

Warum heißt unser Gartenblog, der kleine Horrorgarten?

Wir werden immer wieder gefragt, wie unser Gartenblog eigentlich zu seinem Namen kam. Am Anfang unserer „Gärtnerkarriere“ hatten wir ein Stück Land gepachtet. Einen sogenannten Gemüseselbsternteacker. Das war ein sehr guter und einfacher Einstieg ins Gärtnern. Zwei Drittel der Beete waren bereits eingesät und bepflanzt. Das restliche Drittel haben wir selbst bepflanzt. Alles hat wunderbar geklappt. Wir konnten jede Menge frisches, biologisch angebautes, Gemüse ernten. Im Sommer sind wir dann für drei Wochen in Urlaub gefahren. Als wir wiederkamen, hatten die Kürbis- und die Zucchinipflanzen praktisch den ganzen Garten übernommen. Alles war überrannt und riesige Zucchini blickten uns hämisch an. Das hat mich sehr an die unersättliche fleischfressende Pflanze aus dem kleinen Horrorladen erinnert. Mit dem kleinen Unterschied, dass in unserem Fall nicht wir, sondern die Monster-Zucchini auf dem Speiseplan stand. Zumindest für den Nachwuchs war das der reine Horror 🙂

Seitdem hört unser Gartenblog auf den Namen „der kleine Horrorgarten“.

Warum wir Gemüse und Obst biologisch anbauen?

Inzwischen gärtnern wir in einem klassischen Schrebergarten. Auch hier macht das Gemüse immer mal wieder was es will. Nicht immer behalten wir die Oberhand: der Salat wird von Schnecken gefressen, die Möhren bekommen Besuch von der Möhrenfliege und der Phlox trägt einen weißen Pelz, statt rosaroter Blüten.

Wir haben trotzdem jede Menge Spaß und freuen uns jedesmal, wenn wir leckeres Biogemüse ernten können. Denn natürlich wird unser Garten nach den Grundsätzen des Bioanbaus bewirtschaftet. Wir nutzen ausschließlich organische Dünger, arbeiten torffrei auf einem gesunden Boden und verwenden alte samenfeste Gemüsesorten. Weil es besser schmeckt – uns und unserer Umwelt.

Was machen wir mit unserer Ernte?

Trotz diverser tierischer Mitesser ernten wir jedes Jahr eine Menge Obst und Gemüse in unserem Bio-Garten. Das muss natürlich auch alles verarbeitet werden. Dafür gibt es die Horrorküche. Dort entwickeln wir leckere, meist vegetarische oder vegane Rezepte, in denen Gemüse aus dem Garten die Hauptrolle spielt. Frisch geerntet und zubereitet schmeckt es einfach am besten.