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Der kleine Horrorgarten

Blumen, Kohl & Rock'n'Roll

Kamelien gehören zu den eher unbekannten essbaren Blüten. wir haben daraus köstliche und wunderschöne Kamelien-Tempura gezaubert.

Essbare Blüten: Kamelien-Tempura

Dieses Rezept stammt aus unserem neuen Buch: Blüten-Genuss für Tafel und Teller. Kamelien gehören zu den eher unbekannten essbaren Blüten. Als Kamelien-Tempura machen sie aber richtig was her. Im Buch gibt es ein ganzes Menü mit zarten Kamelienblüten. Wir haben sie auch zu herzhaften Makis und in süßen Nigiris mit Mango und Kokos-Klebereis verarbeitet. Nicht nur fürs Auge ein Genuss.

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Kamelien gehören zu den eher unbekannten essbaren Blüten. wir haben daraus köstliche und wunderschöne Kamelien-Tempura gezaubert.

Blüten-Genuss für Tafel und Teller gewinnen

Alle die gerne das ganze Menü nachkochen wollen, haben jetzt die Chance ein Buch zu gewinnen. Dafür müsst Ihr einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen. Es kann nicht schaden, wenn Ihr vorher die Buchvorstellung (bitte hier entlang) lest und mir sagt was ihr an dem Buch sooooo toll findet (wer lässt sich nicht gerne ein bisschen Honig ums Maul schmieren  ;-))

Das Gewinnspiel läuft anderthalb Wochen, bis nächsten Dienstag 26. Februar 2019 22:00 Uhr. Mittwoch 27. Februar 2019 gebe ich dann hier im Blog den Gewinner bekannt.

In unserem Buch Blüten-Genuss für Tafel und Teller stellen wir 10 essbare Blüten vor. Mit Infos über den Anbau im Garten, Rezepten und Dekorationsideen.

Kamelien im Garten

Zurück zu den Kamelien. Wenn Ihr Kamelien essen wollt, müsst Ihr sie wohl oder übel im eigenen Garten anpflanzen. Ich habe zumindest noch nie irgendwo essbare Kamelien im Supermarkt oder Delikatessenladen gefunden.

Eine zweite Möglichkeit gibt es noch: ihr kennt jemanden, der eine Kamelie im Garten hat und diese nicht mit irgendwelchen chemisch-synthetischen Pestiziden und Düngern behandelt. So ist das bei mir.

Etwa drei Minuten von meinem Büro entfernt, steht ein schöner Altbau mit einer großen Kamelie davor. Bei gutem Wetter verwandelt sich der Strauch bereits im Februar in ein einziges Blütenmeer.  Hunderte roter Kamelienblüten öffnen sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Ich staune dann jeden Tag wenn ich daran vorbeikomme und irgendwann habe ich an dem Haus geklingelt und gefragt ob ich wohl ein paar Kamelienblüten für mein asiatisches Menü haben kann. Gisela, die Herrin über die Kamelie fand es ziemlich seltsam, dass jemand ihre Kamelien essen wollte, hat mir dann aber willig ein paar ihrer Blüten abgegeben.

Gisela und ihr Kamelienstrauch

Kamelien gehören zu den essbaren Blüten. Am besten baut man sie im eigenen Garten an.
Kamelien gehören zu den essbaren Blüten. Dieser Strauch steht geschützt an einer Hauswand.
Kamelien sind wunderschön und essbar. Rezept für Kamelien-Tempura

Kamelien gelten eigentlich als empfindlich und schwer zu pflegen. Meist werden sie in Kübeln gehalten und frostfrei überwintert. Aber die rote Kamelie beweist, zumindest in Köln kann man Kamelien auch direkt in den Garten pflanzen. Allerdings muss man sich schon ein paar Gedanken zum richtigen Standort machen und unbedingt eine winterharte Kamelien-Sorte auswählen. Die Kamelie bevorzugt einen windgeschützten Standort, gerne mit einer wärmespeichernden Wand im Rücken. Zuviel Sonne am Morgen bekommt ihr im Winter nicht gut. Die Mittagssonne im Sommer mag sie auch nicht und ganz ohne Sonne bildet sie keine Blüten. Gar nicht so einfach einen passenden halbschattigen Platz zu finden. Aber wenn der mal gefunden ist, kann sie dort sehr alt und von Jahr zu Jahr immer schöner werden.

Mein Tipp: Falls Ihr Kamelien im Garten haben möchtet, kauft unbedingt winterharte Pflanzen, die mindestens vier bis fünf Jahre alt sind. Jüngere Kamelien pflanzt man besser zunächst in einen Kübel und überwintert sie frostfrei.

Kamelien-Tempura

Kamelien-Tempura werden in Japan gerne als Beilage oder Topping zu einer Schüssel Reis oder Nudeln serviert.

Rezept für Kamelien-Tempura
Rezept für Kamelien-Tempura

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Tempura:

4 Kamelienblüten
800 g gemischtes Gemüse (Möhren, Brokkoli, Zwiebeln)
450 ml eiskaltes Wasser
200 g Mehl
1 Eigelb
1 l Sonnenblumenöl

Für den Dip:

2 EL Sake
2 EL Sojsauce
2 EL Zucker
2 EL Wasser
1 EL geschälte Sesamsamen

Zubereitung:

  1. Für die Tempura Kamelienblüten ausschütteln. Gemüse je nach Sorte waschen, putzen und in dünne Scheiben oder Stifte schneiden.
  2. Eiswasser in eine Schüssel geben. Das Mehl hineinsieben und gut vermischen. Ei untermischen.
  3. Backofen auf 75 °C erhitzen. Platte zum Warmhalten hineinstellen.
  4. In der Fritteuse oder einem schweren Topf das Sonnenblumenöl auf 190 °C erhitzen. Das Öl hat die richtige Temperatur, wenn an einem hinein gehaltenen Kochlöffel aus Holz kleine Bläschen aufsteigen.
  5. Jeweils eine Portion Gemüse in den Teig geben. Im heißen Öl etwa 1 bis 2 Minuten frittieren. Auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und warm stellen. Kamelienblüten einzeln mit Hilfe von Schaschlik-Spießen frittieren.
  6. Für den Dip alle Zutaten gut vermischen. Gemüse und Kamelienblüten zusammen mit dem Dip servieren.

Kamelien aufspießen

Kamelien-Tempura. Blüte aufspießen

In Teig tauchen

Kamelien-Tempura: Blüte in Teig tauchen

In Fett tauchen

Kamelien-Tempura: Blüte in heißem Fett ausbacken

Fertig frittiert

Kamelien-Tempura: fertig frittierte Kamelienblüte

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