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Der kleine Horrorgarten

Blumen, Kohl & Rock'n'Roll

Ich wünsche mir Regen

Meine Schrebergartennachbarn stehen schon seit Wochen jeden Abend mit dem Wasserschlauch in der Hand im Garten und besprengen alles mehr oder weniger ausgiebig. Seit ein paar Tagen mache ich auch mit. Zumindest die Hochbeete kommen ohne einen zusätzlichen Schluck Wasser nicht mehr länger aus. Und auch das Hügelbeet mit den dunkelblättrigen Bishop of Llandaff, Leicester und Oxford Dahlien ist tief ausgetrocknet. Das geht gar nicht – schließlich soll es in wenigen Wochen der blühende Höhepunkt des Vorgartens sein.

das Dahineilet braucht Wasser

Meine Wassertanks sind inzwischen leider leer. Das kommt normalerweise nur im allerheißesten Hochsommer vor. Deshalb hat die Gießkanne jetzt mal Pause und mein wunderbarer Spritz-Gießstab (das Teil heißt wirklich so) darf zeigen was er kann. Ist im Vergleich zum Kannen schleppen ziemlich bequem, treibt aber die Wasserrechnung für dieses Jahr schnell in die Höhe.

Nicht nur deshalb wäre mir ein lang anhaltender sanfter Sommerregen jetzt wirklich willkommen. Auch unser Honigertrag leidet unter der langen Trockenheit. Wenn der Regen lange ausbleibt schalten die Blumen in den Überlebensmodus und vernachlässigen die Nektarproduktion. Ohne Nektar kein Honig – ein Zusammenhang über den ich noch nie vorher nachgedacht habe.

Richtig lästig ist der fehlende Regen aber für die Bewässerung der vielen Topfpflanzen und Balkonkästen in unserem Hinterhof. Bislang hat da immer das Fass unter der Regenrinne gereicht. Über das große Dach war es selbst bei wenig Regen schnell voll. Aber nun ist es leer und ich muss das Wasser durch die Wohnung raus schleppen.

Anette, unsere Nachbarin schwört bei ihren Blumenkästen auf ihr kleines Bewässerungsvögelchen. Das hält mehrere Tage sagt sie. Kann ich mir gar nicht vorstellen, passen ja nur 220 ml rein in seinen Bauch. Aber es sieht süß aus und mit der Hilfe von mehreren Vögelchen kann so ein Balkonkasten vielleicht doch mal ein Wochenende ohne mich überstehen. Eine schützende und wasserspeichernde Schicht aus Blähton auf der Erde ist sicher auch hilfreich. Ich habe es auch schon mit Korken und leeren Schneckenhäusern gesucht. Aber die werden von den Elstern und Amseln immer wieder weggetragen.

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