palmkohl
Gemüse Palmkohl Saatgut

Unter Palm(-kohl)

Als ich letzten Sommer den italienischen Palmkohl ins kleine Hochbeet pflanzte, war mir schon klar, dass er eine beachtliche Höhe erreichen kann. Dass er so groß wird und so prächtig blüht hat mich dann aber doch überrascht. Den ganzen Winter hindurch habe ich immer wieder davon geerntet. Mir schmeckt er am besten zu Pasta: Klein schneiden, in der Pfanne in Olivenöl kräftig anbraten, Knoblauch und Kräuter dazu, eine Kelle Nudelwasser darüber gießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Nudeln und frisch gehobeltem Parmesan servieren. Einfach lecker!!!

Als er anfing zu blühen wollte ich ihn eigentlich aus dem Beet entfernen. Platz schaffen für junges Gemüse. Das warme Hochbeet ist schließlich begehrt. Gut, dass ich rechtzeitig Besuch von einer gelernten Gemüsegärtnerin bekommen habe. Sie hat mich davon überzeugt, dass der Palmkohl, anständig aufgebunden, gar nicht soviel Platz beansprucht. Die größte der drei Pflanzen darf also stehen bleiben bis die Samen ausgereift sind. Zurzeit ist er ein echter Bienen- und Insektenmagnet. Es summt und brummt um ihn herum wie in einem Bienenstock. Mich freut das natürlich. Garantiert es doch eine große Saatguternte.

An der will ich euch gerne teilhaben lassen. Wenn ihr also im nächsten Jahr gerne euren eigenen italienischen Palmkohl im Garten haben wollt meldet euch bei mir. Kölner Gärtner können sich eine Portion Saatgut einfach im kleinen Horrorgarten abholen. Alle die zu weit weg wohnen können mir einen frankierten Rückumschlag schicken. Saatgut gibt’s natürlich nur solange der Vorrat reicht. Aber so wie es im Moment aussieht sollte das kein Problem sein.

Hunderte kleine gelbe Blüten machen die Insektenwelt in unserem Schrebergarten glücklich.

Also ich bin jetzt nicht riesig, aber so winzig wie ich neben dem prächtigen italienischen Palmkohl wirke bin ich nun auch wieder nicht 🙂

  1. Avatar for antje

    Palmkohl finde ich auch sehr lecker. Über ein paar Samen würde ich mich sehr freuen.
    Liebe Grüße
    Antje

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Liebe Antje,

      wenn es soweit ist schicke ich dir gerne welche. Melde mich dann bei dir.

      Grüße aus dem Horrorgarten
      von der Gärtnerin

  2. Avatar for Maria Ott
    Maria Ott

    Hallo liebe Gärtnerin,
    wäre nett, wenn sie mir auch ein paar Samen vom Palm(-kohl) schicken könnten. Da ich nur einen kleinen Gemüsegarten besitze , reicht es schon wenn sie mir nur eine Portion für einen Kohl schicken könnten.
    Liebe Grüße M. Ott

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Gerne liebe Maria,
      es dauert noch 1-2 Wochen bis das Saatgut erntereif ist. Damit ich die Samen verschicken kann brauche ich aber einen frankierten Rückumschlag. Meine Adresse steht im Impressum.
      Liebe Grüße von der Gaertnerin

  3. Avatar for Sabine

    Hallo,
    Gibt es eigentlich noch Saatgut von dem Palmkohl? Den würde ich auch gern anbauen, die Saat ist ja einige Jahre keimfähig. Gerne schicke ich dann einen frankierten Umschlag,

    Schöne Grüße
    Sabine

  4. Avatar for Corinn

    Hallo Anja,
    da frage ich doch auch mal ganz vorsichtig an ob noch was da ist 🙂
    Ganz liebe Grüsse Corinn

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Liebe Corinn,

      ich habe noch Saatgut und kann dir gerne was schicken. Allerdings ohne Keimgarantie – es ist so alt wie der Artikel 🙂

      Liebe Grüße
      Anja

  5. Avatar for Corinna, Kleingartenplauscherin

    Hallo Anja,
    lang ist Dein Artikel her und doch habe ich eine Frage!
    Sind damals aus den Samen schmackhafte Pflänzchen entstanden. Ich bin Fachberaterin in einem KgV und habe gerade von meiner Pflanze Saatgut verteilt. Nun überlege ich doch: Das sind doch keine Hybriden, oder? Und bei Kohl entstehen ja wohl auch keine Einkreuzungen wie bei Zucchini?
    Freue mich über eine Antwort,

    liebe Grüße
    Corinna

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Liebe Corinna,

      ich kaufe nur sortenechtes Saatgut, das kann man problemlos weiter vermehren. Der Palmkohl aus meinem Saatgut ist zu einer stattlichen und leckeren Pflanze heran gewachsen. Die verschiedenen Kohlsorten können sich untereinander kreuzen. Deshalb am besten immer nur eine Sorte vermehren. Bei mir kommt immer nur der Palmkohl zur Blüte. Die anderen Kohlsorten ernte ich bevor sie blühen. Einkreuzungsgefahr gibt es daher nicht.

      Liebe Grüße
      Anja

  6. Avatar for FromOurGarden

    Hallo

    Danke für den Artikel – ich finde es so super, dass dieser Blog zeigt, wie es denn auch “anders” geht. Deshalb noch ein Selbstversuch zu diesem Thema Kohl / Gemüseblüte / Saat:

    Unseren blühenden Blätterkohl und Spitzkohl aus dem Vorjahr haben wir nicht angebunden und die Pflanzen sind unter dem Gewicht der Blüten dann im Beet abgelegen. Aus dem alten “Stamm”, der nun flach auf dem Boden lag, trieben nach der Blüte / Samenbildung direkt wieder mehrere kleinere neue “Köpfe” – sie schmecken sehr gut.

    Den Blätterkohl, den wir angebunden haben, der also senkrecht stehen blieb, hat nicht neue “Köpfe” ausgebildet.

    Wer den Ertrag pro Fläche maximieren will: Ich denke, jedes Jahr neue Kohlpflanzen bringt mehr Ertrag auf der gleichen Fläche.

    Wer ernten ohne säen / anpflanzen will: Kohl stehen, blühen, aussamen lassen. Bei uns ist die Selbstaussaat (ohne unser Zutun ausser Bewässrern) auch gut gekeimt.

    Und was bei einer eher wilden Art von Garten ein Thema ist: Die Mäuse / Ringeltauben haben bei den Jungpflanzen stark zugeschlagen – während grosse Kohlsetzlinge (im Schutz gezogen) das Knabbern überleben.
    Jedenfalls gefallen mir Beete mit Kohlpflanzen, Ringelblumen usw, die sich selbst den Platz im Leben suchen auch farblich – sprich, Kohl ist auch was für das Auge – und für die Insekten – genau wie von Dir oben schon beschrieben.

    Vielleicht hilft die Erfahrung anderen, auch mal den Kohl sich zu überlassen. (Wir haben in der wild gehaltenen Mischkultur bisher keine Viren beim Kohl festgestellt.

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Mäuse und Tauben sind bei uns leider auch ein Thema. Ich habe mir große Hauben aus Hasendraht gebastelt, um die jungen Kohlpflanzen zu schützen. Deinen Bericht über die umgekippten Kohlpflanzen finde ich interessant. Bei uns ist nicht genügend Platz für diese Art der “Permakultur”. Wir bauen überwiegend in Hochbeeten an. Aber interessant, dass das so funktioniert.

      Liebe Grüße
      Anja

  7. Avatar for iris

    Hallo,
    über neue Lenzrosen bin ich auf deinen Blog gestoßen und lese mich gerade erfreut hier ein.
    Kohl finde ich ein spannendes Thema- und da du es auch im Titel hast musste ich gleich nachschauen und jetzt meinen Senf dazu geben.
    In unserem kleinen Chaosgarten (Horror wäre nach/in Umbauphase auch passend) wächst seit Jahren- dort wo er mag-der portugiesische Stammkohl COUVE GALEGA .
    Ein dankbares Gewächs, dessen Exemplare bisher mehrere Jahre überlebt haben (z.T. wie bei der Vorrednerin/des Vorredners vom 3. Januar) und bis über 3 Meter hoch werden. Die Blütenstände sind ähnlich üppig hellgelb wie bei deinem Italiener, wobei wir in Portugal selbst auch weiße Blüten gesehen haben. Selbstredend, dass ich mit großem Sendungsbewusstsein ebenfalls den Samen ernte und weiterreiche.
    In Portugal kommt anscheinend kein Gartenbesitzer ohne mind. ein paar Pflanzen aus. Vor allem im Norden ist er hüberall zu finden aber auch in den südl. Städten findet man ihn z.B. in Konservendosen auf dem Balkon kultiviert.

    Klassisch wird daraus die Caldo Verde:
    Eine passierte Kartoffelsuppe, in der gegen Ende der Kochzeit die in feine Streifen geschnittenen Kohlblätter gegeben werden. Ganz zum Schluss (z.B. in den Teller ) kommen noch ein paar Scheibchen Chouriço und ein guter Schuss gutes Olivenöl. Erst letzte Woche (Anfang Feb.) mit frischen Blättern zubereitet.
    Aber auch als Kohlroulade, Kohlvariante zum deftigen Bergessen (Pizzoccheri, Kartoffel, Kohl, Käse und gebräunte Salbeibutter) … hat er geschmeckt.
    Die jungen Blättchen schmecken auch roh im gemischten Salat sehr lecker.
    Der Geschmack ist leicht säuerlich. Mich erinnert er immer an eine Kohl-Sauerampfer-Mischung.

    Achja… die Blüten kann man auszuzzeln oder in Teig wie Holunderblüten ausbacken

    Einen Versuch ist er allemal wert.

    LG
    iris

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Liebe Iris,

      mir ist beim Lesen deines Kommentars das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Ich muss natürlich unbedingt ein paar Samen dieses Wunderkohls haben :-))
      Ein Rezept für Caldo Verde gibt es auch auf dem Blog, aus optischen Gründen aber mit Kartoffelwürfeln anstelle von pürierten Kartoffeln.

      Ich freue mich sehr, dass du den Weg zu meinem Gartenblog gefunden hast. Verrätst du mir noch wer neue Lenzrosen ist?

      Liebe Grüße
      Anja

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