Letztes Jahr habe ich unseren riesigen Rhabarber umgepflanzt. Zwei Stunden habe ich mich abgerackert bis ich den Wurzelstock freigelegt hatte. Einen halben Quadratmeter hat er umfasst. Ein Teil davon wächst jetzt bei der Nachbarin, ein Teil ist auf dem Kompost gelandet und der Rest ist an seinem neuen Platz recht gut angewachsen. Eigentlich soll Rhabarber im Jahr nach dem Umpflanzen nicht beerntet werden. Aber die Blätter und Stiele sahen einfach zu verlockend aus. Neben dem bereits vorgestellten Rhabarbersirup habe ich deshalb aus ein paar wenigen Stielen auch fruchtig scharfen Rhabarber-Senf hergestellt.
Optisch nicht der Bringer, aber verdammt lecker. Die perfekt ausgewogene Balance zwischen Frucht und Schärfe kommt auf cremigen Ziegenkäse super zur Geltung.
Rezept für Rhabarber-Senf
Zutaten:
(für 2 Gläser à 250 ml)
- 350 g Rhabarber
- 8 EL Honig
- 200 g gelbe Senfkörner
- 200 ml Weißweinessig
- 100 ml trockener Rotwein
- 1 EL frischer Estragon
- Rhabarber klein schneiden, mit 4 EL Honig vermischen. In 200 ml Wasser zugedeckt kochen, bis der Rhabarber zerfällt. Bei offenem Deckel Flüssigkeit bis auf die Hälfte reduzieren.
- Senfkörner in Küchenmaschine, Mohn- oder Kaffeemühle langsam zu Senfmehl mahlen. Die Senfsaat soll sich beim Mahlen nicht erwärmen.
- Essig, Wein, 4 EL Honig und abgekühlte Rhabarbermasse mit Sud zum Senfmehl geben und pürieren. Estragon abbrausen, trocken schütteln, Blätter abzupfen, fein hacken und unterrühren.
Tipp:
Frisch ist der Rhabarber-Senf recht scharf. Das gibt sich aber nach ein paar Tagen. Wer gerne richtig scharfen Senf isst, kann einen Teil der gelben Senfkörner durch schwarze ersetzen. Die haben mehr Feuer.
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