DIY Anleitung zum Bau eines Wurmkomposters. Eine Wurmfarm oder ein Wurmcafe ist schnell gebaut und erzeugt wertvollen Wurmkompost für den Garten.
Wurmfarm Wurmkiste

DIY Anleitung für eigenen Wurmkompost

Im Sommer landen bei uns Gemüseabfälle, Kaffee- und Teereste auf dem Kompost in unserem Schrebergarten. Im Winter sind wir nicht oft genug dort. Deshalb zieht in der Zeit ein selbst gebauter Wurmkomposter, auch bekannt als Wurmfarm oder Wurmcafe,  bei uns ein. Ein Jahr lang stand unsere Wurmfarm in der Küche, aber nach massiven Beschwerden der Restfamilie ist sie in den Keller gezogen. Den Würmern ist das egal. Sie produzieren auch ohne Familienanschluss feinsten Wurmkompost. Und der tägliche Gang in den Keller zum Abfall entsorgen ist mein tägliches Fitnessprogramm.

Willkommen im Wurmcafe

Meine fleißigen Würmer wohnen in einem selbstgebauten Wurmcafe. Die Holzkiste bietet Platz für knapp 30 Liter organische Abfälle, die von den gefräßigen Bewohnern in kurzer Zeit zu 5 bis 7 Liter feinstem Wurmkompost verwandelt werden.

Ein Wurmcafe lässt sich aus ganz verschiedenen Behältern leicht selbst bauen. Von der ausgedienten Badewanne (für ein Outdoor-Cafe) bis zur atmungsaktiven Holzkiste ist vieles möglich. Wichtig ist vor allem ein guter Luftaustausch. Kisten aus Plastik, Porzellan oder Metall müssen mit Luftlöchern versehen werden, damit sie als Wurmfarm taugen. Unbehandelte Holzkisten oder Terrakottatöpfe lassen auch ohne Löcher ausreichend Luft- und Wasserausgleich zu.

DIY Anleitung zum Bau eines Wurmkomposters. Eine Wurmfarm oder ein Wurmcafe ist schnell gebaut und erzeugt wertvollen Wurmkompost für den Garten.

Bauanleitung Wurmcafe / Wurmfarm

Mein Wurmcafe besteht hauptsächlich aus zwei einfachen unbehandelten, stapelbaren Holzkisten (H/B/T: 25x40x30) mit Deckel. Früher wohnten darin Plastiksteinchen und Fantasiefiguren. Die Böden der Kisten habe ich mit einem  Holzbohrer (ø 8 mm) kräftig durchlöchert. Durch die Löcher können die Würmer nach getaner Arbeit die Etage wechseln.

Ein Deckel kommt oben drauf, damit die Würmchen ihren Arbeitsplatz nicht ungeplant verlassen können. Der andere wird nicht benötigt. Als Auffangwanne für den „Wurmtee“ verwende ich eine tiefe Metallauflaufform. Sie passt genau unter die Wurmfarm. Denkbar ist hier jeder passende, dichte Behälter.

In die erste Kiste kommt anfangs ein Stück Karton auf den Boden. Darauf werden 7 Liter feuchtes Kokossubstrat verteilt. Die nächste Schicht besteht aus allem was Küche oder Garten so an organischem Material hergeben: Kartoffelschalen, Salatreste, Eierschalen und Kaffeesatz.

Wo bekomme ich die Würmer für die Wurmfarm her?

Ich habe die ersten Bewohner des Wurmcafes einfach aus meinem Komposthaufen rekrutiert. Dort wimmelt es nur so von Mitgliedern der Spezies Eisenia foetida und Eisenia andrei. Die fleißigen Kerlchen können aber auch ganz einfach in einem Laden für Anglerbedarf gekauft oder übers Internet bestellt werden. Fünfhundert Stück reichen für den Anfang aus. Wenn sie sich wohl fühlen sorgen sie ziemlich schnell für Nachwuchs.

Optimale Bedingungen für Kompostwürmer

Damit sich die Würmer wohl fühlen muss der Inhalt der Wurmfarm immer leicht feucht sein. Je nach Feuchte des eingebrachten Materials vorsichtig gießen oder trockene Papier- und Pappeschnipsel untermischen. Ab und zu eine Hand voll Steinmehl versorgt die Würmer mit Mineralien. Zum Schluss alles mit einer alten Filzmatte abdecken, das hält die Feuchtigkeit in der Kiste und die Fruchtfliegen draußen. Jutesäcke oder Hanfmatten sind auch super geeignet.

Sobald die erste Kiste mit Kompostmaterial gefüllt ist wird aufgestockt. Die Würmer wechseln von selbst auf die Etage, die mehr Futter bietet. Nach etwa drei Monaten oder wenn alle Würmer in die obere Etage umgezogen sind ist der erste Wurmkompost fertig. Die untere Kiste kann geleert und bei Bedarf wieder oben drauf gesetzt werden.

Was darf ich füttern?

  • sämtliche anfallende Gemüse- und Obstabfälle
  • altes Brot, gekochte Nudeln, und Reis
  • Teebeutel, Zellstoff, Kaffeereste und Filtertüten
  • Baumwolle, Wolle, Tier- und Menschenhaare
  • zerkleinerte Zeitungen oder Pappe
  • zerkleinerte Eierschalen
  • geringe Mengen Sägemehl oder Holzasche
  • Kot von Nagetieren und Vögeln
  • Wildkräuter

Was darf ich nicht füttern?

  • Fleischabfälle in größeren Mengen
  • Essensreste mit hohem Salzgehalt
  • größere Mengen an Schalen von Zitrusfrüchten
  • Blätter von Eiche, Buche, Nuß oder von Nadelbäumen
  • Milchprodukte, Fette, Knochen
  • Katzen-oder Hundekot
  • bunt bedrucktes Papier, Hochglanzpapier
  • Plastik, Glas, Metall
  • Rasenschnitt
  • zuviel vom gleichen

Wertvoller Wurmtee

In dem untergestellten Metallbehälter sammeln sich die flüssigen Ausscheidungen der Würmer, der Wurmtee. 1:5 verdünnt ist er ein wertvoller Flüssigdünger für alle Topfpflanzen.

Wer will kann den Auffangbehälter mit einem verschließbaren Auslauf versehen, zur bequemen Wurmtee-Entnahme. In der Basic-Variante muss man den Wurmtee halt von Hand ausgießen.

Wissenschaftliche Infos zu Wurmhumus

 

Bodenaufwertung durch Wurmhumus

von Dr. rer. nat. Kai Behncke

Bodendegradation, das heißt der Wert- und Qualitätsverlust von Böden (in der Landwirtschaft, in Gärten, in urbanen Gebieten), stellt aktuell
ein dringliches Problem dar. Ein am 15.9. veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen stellt diese Problematik mahnend und informativ in den Vordergrund.

Auch Deutschland sei gemäß der Studie stark von der Problematik betroffen. Aktuell werden täglich Bodenflächen im Außmaße von ca. 100 Fußballfeldern überbaut. Darüber hinaus sei ein Viertel der Ackerflächen aktuell von Boden-Erosion betroffen. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum “Internationalen Jahr des Bodens” ausgerufen.

Ein individuell nicht unwesentlicher Beitrag zur Milderung des Problems kann durch das Anlegen von „Regenwurmfarmen“ bzw. „Wurmkisten“ bzw. der Einarbeitung des entstehenden Wurmhumus in den eigenen Gartenboden geschehen. Das, was auf den ersten Eindruck vielleicht etwas „ungewöhnlich-spinnert“ anmutet, ist alles andere als das.

Die wissenschaftlich “harten Fakten” sind leicht belegbar (siehe dazu tiefergehende und mit Quellenangaben versehene Informationen auf www.wurmpalast.de).

Vorhandene biologischen Restprodukte (z.B. Bioabfall aus der Küche, Pferdemist, Mistabfälle von Kleintieren) werden einfach innerhalb der “Wurmfarm” an die Würmer verfüttert. Die Ausscheidungen stellen nach einigen Monaten einen hervorragenden natürlichen Pflanzendünger dar. Der Dünger wird einfach in einer Dicke von mehreren Zentimetern auf den Gartenboden eingestreut (möglichst dort, wo z.B. Gemüse geerntet werden soll).

Eine Einarbeitung dieses leicht produzierbaren Düngers führt dazu, dass eine erhöhte Anzahl von Ton-Humus-Komplexen und stabilen Krümelaggregaten in den Boden eingebunden wird (http://wurmpalast.de/wp-content/uploads/2015/09/ton_humus_komplex.png). Dadurch wird eine gute Nährstoffspeicherung und Nährstoffversorgung) ermöglicht.
Durch die Bindung der positiv geladenen Nährstoff-Ionen innerhalb der Ton-Humus-Verbindungen können die für die Pflanze wichtigen Ionen
schwerlich durch Regen in tiefere Bodenschichten ausgewaschen werden. Sie werden von der Pflanze gelöst und aufgenommen. Dieses bietet gleichzeitig einen Grundwasserschutz, da Nitrate nicht mehr so leicht in dieses einsickern können.

Wurmhumus ist außerdem (in der Regel) deutlich reicher an Phosphor, Kalzium und Magnesium als “klassischer” Gartenkompost. Zudem weist dieser eine Vielzahl von Enzymen und Mikroorganismen auf. Wurmhumus beinhaltet einen hohen Anteil an Humin- und Fulvosäuren sowie große Mengen des Bakteriums “Pseudomonas fluorescens” (hilfreich gegen Pilzkrankheiten des Bodens). Darüber hinaus kann Wurmhumus, in einer Zucht produziert, eine beträchtliche Menge an Wurmkokons enthalten. Auch diese dienen nach dem Schlupf einer besonderen physikalischen Aufwertung und Durchlüftung des Bodens.

Noch mehr Infos gibt es auf der Seite http://wurmpalast.de. Zudem ist auf der Seite eine interaktive Karte über vorhandene Wurmzuchten sowie ein Forum integriert. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

  1. Avatar for Hannes

    Super, dass es das auch für Indoor gibt!
    Wie sieht es denn mit der Geruchsbelastung aus?

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Es entstehen überhaupt keine unangenehmen Gerüche. Auch nicht wenn der Wurmkomposter geöffnet wird.

  2. Avatar for Frauke

    Ich habe lieber die Würmer direkt im großen komposter bzw in der komposter. So können sie je nach warme Kälte Nässe Trockenheit und kompostzugabe wandern. Grüße von Frauke

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Wäre mir auch lieber. Aber zwischen mir und dem Komposter liegen 10 Fahrradminuten. Das ist mir im Winter zu weit. Da ist die Wurmkiste ein guter Ersatz.
      Liebe Grüße
      Anja

  3. Avatar for birthesgartenzeiten

    Das ist ja eine tolle Idee ! Danke für die schöne und ausführliche Anleitung :-).

  4. Avatar for Tracey

    Ich bin gerade auf deinen Blog aufmerksam geworden. Gefällt mir richtig gut. Das Design und deine Bilder sind super.
    Das mit dem Kompost ist eine super Idee.
    Vielen Dank für deine Anleitung.
    Liebe Grüße
    Tracey

  5. Avatar for Peter

    Supersache so eine Wurmkiste ! Möchte wissen ob
    bei Eierschale alles sehr klein sein muß. Wie ist es
    mit Kaffeesatz ( fressen die Würmer den?) Überdosis
    möglich? Suche Wurmzüchter aus Hamburg!!
    Vielen Dank Peter

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Peter,
      ich zerbrösele die Eierschalen immer mit der Hand. Kaffee- und Teereste in haushaltsüblichen Mengen sind in der Wurmkiste bestens aufgehoben. Solange du nicht nur Kaffeesatz fütterst passt das schon. Einen Wurmzüchter in Hamburg kenne ich nicht. Aber schau doch einfach nach dem nächstgelegenen Angelshop. Die haben entweder Würmer vorrätig oder können dir welche besorgen.
      Liebe Grüße
      Anja

  6. Avatar for Carlotta
    Carlotta

    Oder die hier. Ein Bauset. Kann man sogar noch zum sitzen benutzen! Wirklich super!
    http://www.wohnwagon.at/produkt/wurmkomposter-bauset-mit-sitz/ Und die Würmer kann man dort auch bestellen.

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hey, der sieht ja toll aus. Den kann ich mir gut auch in der Wohnung vorstellen.

  7. Avatar for Daisy S.
    Daisy S.

    Vielen lieben Dank für die tolle und v.a. einfache Anleitung zur eigenen Wurmkiste. Hätte allerdings noch eine Frage… Wie kommt der Bioabfall von der oberen in die untere Kiste? Dass der Boden durchlöchert wird, habe ich gelesen. So extrem durchlöchert ähnlich einem bspw. kleinmaschigem Rollenzaun? Rieselt der fertige Kompost dann durch Schütteln/Wackeln durch die Löcher in die untere Kiste? Werden demnächst mit dem Bau unserer 1. eigenen Wurmkiste beginnen. Freuen uns schon riesig auf die neuen Hausbewohner. 🙂

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Der Bioabfall bleibt in der oberen Kiste und wird dort zu Kompost verarbeitet. Wenn er fertig ist wandern die Würmer (zumindest die meisten) in die Kiste mit frischem Abfall und der Kompost aus der oberen Kiste kann entnommen werden.

  8. Pingback: Nahrung für die Pflanzen – Wurmkompost | | Dreh mal um!

  9. Pingback: Kompostieren in der Stadtwohnung mit einer Wurmkiste – Wasteland Rebel

  10. Avatar for Markus

    Hallo,
    habe auch die Bauanleitung gesehen und finde das sehr interessant. Aber Frage: Ab wieviel produziertem Biomüll lohnt sich so etwas anzulegen? Bei einem 2-Personenhaushalt fällt zwar schon etwas an, aber nicht gerade Kiloweise pro Woche. Und ich habe auch was gelesen, dass aus glaube ich 10L Bioabfall 1-2L Kompost wird. Also sollte man ja schon einiges immer reinwerfen. Wenn Du da irgendwelche Angaben hast, wäre es super, ob es sich lohnt es zu machen oder ob ich mich erst noch mit den Nachbarn zusammenschließen muss 😉
    Wie ist das eigentlich dann auch im Winter? Die Kiste in die Wohnung oder ins Treppenhaus stellen (Keller haben wir leider nicht)? Darf ja vermutlich nicht zu kalt werden-

    Vielen Grüße,
    Markus

    • Avatar for Chris M.
      Chris M.

      Das Gute ist ja, fasslich die Population auch der Menge an Futter anpasst. Man startet für gewöhnlich mit 500 Würmern, die anfangs erstmal nur ca. 100g / Tag schaffen. Das bekommt man bei einigermaßen „grüner“ Ernährung locker hin… vor allem wenn man bedenkt, dass davon ja 1/3 Papier und Karton sein sollten und die auch Teebeutel und Kaffeesatz verputzen.

      Über mehrere Wochen steigert man dann langsam die Ration, je nachdem, was der Küchenabfall halt so her gibt. Die 500g pro Tag sind wirklich bei einem ausgewachsenen Wurmvolk unter besten Bedingungen zu verstehen..

      Habe aber schon Erfahrungsberichte gehört die erzählten, dass man sich automatisch von mehr Gemüse und Obst ernährt, damit man seine neuen Mitbewohner entsprechend gut ernähren kann.

      Klassische Win-Win Situation, würde ich sagen :]

  11. Avatar for Mirjam

    Hallo!
    Das ist ja eine tolle Wurmkiste! Ich recherchiere gerade, weil ich auch eine bauen will. Eine konkrete Frage zu Deiner: Die Holzkisten haben Grifflöcher – hauen die Würmer da nicht ab oder hast Du was davor geklebt?
    Herzliche Gruesse
    Mirjam

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Mirjam,
      ich habe ein Stück Pappe vor die Grifflöcher gestellt. Trotzdem habe ich ab und an einen vertrockneten Wurm auf dem Boden gefunden. Meine Familie hat daher auch darauf bestanden, dass die Kiste nach draußen umzieht…
      Wäre besser, wenn du eine Kiste ohne Grifflöcher verwenden würdest.
      Liebe Grüße
      Anja

      • Avatar for Mirjam

        Alles klar – danke! 🙂

        • Avatar for Die Gaertnerin
          Die Gaertnerin

          Gerne 🙂

          • Avatar for Chris M.
            Chris M.

            Wir haben die Grifflöcher von Innen jeweils mit einem schmalen Streifen Sandkastenvlies zugetackert. Das ist schwarz, lässt somit kaum Licht rein, aber es kommt noch gut Luft durch und das Wichtigste: Keine Würmer raus 😉

  12. Avatar for Yvonne

    Hallo!

    Bin durch Zufall auf deinen Beitrag zum Wurmcafé gestoßen und du hast mich inspiriert auch so etwas zu bauen. Ich habe mich schon ein bisschen schlau gemacht zu dem Thema und habe eine Frage zum Wurmtee: kannst du wirklich welchen Zapfen obwohl du Holzkisten verwendest? Ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass bei Holzkisten kein Wurmtee entsteht, da die Flüssigkeit verdampft?!? Kommt bei dir denn Wurmtee unten an?

    Liebe Grüße
    Yvonne

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Yvonne,

      das Wurm-Café steht zurzeit nicht mehr in unserer Küche. Aber als es noch dort stand ist unten in der Metallschale Flüssigkeit angekommen. Nicht viel allerdings. Denke, das hängt aber auch von der Beschaffenheit des Füllmaterials ab. Je feuchter das ist, desto mehr Wurmtee entsteht. Wenn du mehr Infos brauchst kann ich dir Anja von Wilma Wurmkiste (http://wilma-wurmkiste.de) sehr empfehlen. Die kennst sich super gut aus.

      Liebe Grüße
      Anja

  13. Avatar for Katrin

    Endlich habe ich mal einen Bericht gefunden über ein Wurmcafè aus Holz. Ich finde die Dinger aus Plastik nämlich eigentlich nicht so toll. Ich habe mir auch schon eine Holzkiste gekauft, die deinen sehr ähnlich ist. Eigentlich wollte ich nur eine einzige Kiste, quasi eine Wurmkiste. habe mir dann aber überlegt, das das System mit einer zweiten darüber wirklich viel schlauer ist. Meine Frage wäre jetzt wie viel Platz zwischen dem “Material” (zu kompostierender Kompost in dem die Würmer fleißig sind) in der ersten (untersten) Kiste und dem Boden der Kiste dadrüber sein darf damit die Würmer auch wirklich die Etage wechsel können wenn sie unten “Fertig” sind? Irrwie konnte ich das nirgendwo rausfinden.

    LG, Katrin

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Katrin,

      die untere Kiste muss randvoll sein, damit die Würmer den Weg nach oben finden.

      LG
      Anja

      • Avatar for Katrin

        Ah, alles klar! endlich mal ne einfache Antwort mit der man arbeiten kann. Lieben Dank dafür und hey… wirklich schön hier auf deiner Seite. Hab eben mal son bisschen rumgestöbert und ich freu mich schon drauf hier jetzt regelmäßig Gast zu sein.

        LG
        Katrin

  14. Pingback: DIY Wurmkomposter schnell gemacht - Sonnwendgarten

  15. Avatar for Evke

    Hey, bei meinem Wurmcafe hat sich in der Unteren kiste, in der die Erde ist, Schimmel gebildet. Daraufhin habe ich sie ein bischen offen stehen lassen, doch jetzt habe ich über all Armeisen im Cafe, was kann ich tun oder muss ich noch was besonderes beachten ? Wie voll ist dein Wurmcafe ? Meine untere Kiste ist bis zu Rand gefüllt, ist das eventuell das Problem ?

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Evke,

      ich habe gerade kein Wurmcafe. Im Sommer kommen die Lebensmittelreste bei uns auf den Kompost. Das die Kiste so voll ist sollte kein Problem sein sofern genügend Würmer da sind. Vielleicht hast du zuviel feuchtes Material eingefüllt. Oder zuviel auf einmal. Aber frag mal bei Wilma nach, die kennt sich mit Wurmcafes viel besser aus als ich:

      http://wilma-wurmkiste.de/wer-ist-wilma/

      Liebe Grüße
      Anja

  16. Avatar for Maik

    Hallo,
    der Inhalt von Staubsaugerbeuteln sollte nicht in die Wurmkiste gestreut werden. Viele Kleidungsstücke und Einrichtungsgegenstände sind aus Kunstfasern und verlieren diese. Der Hauptbestandteil des Staubes ist also feiner Kunststoff/Microplastik. Sowas gehört in den Restmüll und niemals in den Kompost oder anderweitig entsorgt.

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Maik,

      das macht Sinn. Ich habe den Punkt aus der Fütterliste rausgenommen.

      Liebe Grüße
      Anja

  17. Avatar for Nadine

    Hi Anja,

    du hast beschrieben, dass du jeden Kistenboden mit 8mm grossen Löchern versehen hast. Wie machst du es denn dann, dass deine Würmchen nicht durch diese Löcher in der untersten Kiste in den Wurmtee fallen und dort ertrinken? Habe das schon oft gelesen, dass das ein Problem sein soll. Ist das der Grund, warum du Pappe am Boden der Kiste auslegst?

    LG,
    Nadine

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Nadine,

      die Pappe sorgt auf jeden Fall erst einmal dafür, dass nichts und niemand in die Schale mit dem Wurmtee fällt. Aber wenn man die Schalen wechselt ist keine Pappe mehr drin. Die Würmer würden ja sonst nicht in die zuerst oben stehende Kiste kommen. Ich hatte die Würmer nur ein Jahr in der Küche stehen. Dann wollte die Restfamilie das nicht mehr (ab und zu ist ein Wurm aus der Kiste gekrochen, das fanden die nicht lustig) Aber Probleme mit ertrinkenden Würmern gab es nicht. Man leert den Wurmtee ja auch regelmäßig und soviel kommt da gar nicht zusammen. Obwohl das wohl vom eingebrachten Material abhängt. Je feuchter desto mehr Wurmtee. Bei uns war es jedenfalls nicht soviel.

      Liebe Grüße
      Anja

      • Avatar for Chris M.
        Chris M.

        Also bei „professionelleren“ Bausätzen oder fertigen Wurmkisten aus Holz wird hier mit einer wasserdurchlässigen Membran im unteren Boden gearbeitet.
        Wir haben unsere Eigenbau-Wurmkiste aktuell auch mit reichlich Löchern im Boden sowie einem Sandkastenvlies versehen. So sollte Wasser hindurch kommen, Erde und Würmer aber nicht. Das Vlies habe ich dann auch noch für die Abdeckung der seitlichen Griffe der Holzkisten verwendet. Dann sind die auch zu und Luft kann trotzdem durch.

  18. Avatar for Natalie

    Hallihallo, erst einmal vielen herzlichen Dank für diese tolle Idee und Anleitung zum selbst bauen 🙂
    Ich habe mir bereits alles besorgt und heute auch schon begonnen die Löcher in die beiden Kistenböden zu bohren…
    Ich habe allerdings ein paar Verständnisprobleme und hoffe, hier kann mir jemand helfen:

    1. Ich habe mir eine Kiste mit und eine Kiste ohne Deckel besorgt. doch wenn die obere Kiste voll ist und ich die Kisten tauschen müsste, hat ja die untere Kiste keinen Deckel? Hab ich hier einen Denkfehler drin oder wie handhabt ihr das?
    2. wenn ich in die untere Kiste einen Karton oder Jutesack lege, um zu verhindern, dass die Würmchen in den Wurmtee plumsen, und auf dem Karton/Jutesack dann das Kokossubstat komplett die Kiste fühlt, sie entnehme ich dann den Karton/Jutesack, wenn ich die Kisten tausche bzw. was mache ich dann überhaupt mit dem Kokossubstat oder wird das dann NICHT mehr benötigt??? Oder habe ich die Anleitung falsch verstanden und es kommt alles, also Kokossubstat, Würmer und Küchenabfälle in EINE Kiste und die unterste Kiste ist bis auf den Karton/Jutesack, der die Löcher abgecken soll komplett leer???? Oder benötige ich zwei Karton/Jutesäcke, für jeden durchlöcherten Boden einen???

    Die Anleitung verwirrt mich leider sehr und ich hoffe auch schnelle und aufklärende Hilfe, in welcher Reihnefolge welche Kiste -untere und / oder obere- befüllt wird?

    Herzliche Grüße und vielen lieben Dank im Voraus
    Natalie

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Natalie,

      der Deckel passt bei mir auf die obere und auf die untere Kiste. Ist also egal, welche gerade oben ist.
      Die Pappe bzw. das Substrat ist nur am Anfang wichtig. Es wird zersetzt. (Jutesack? Den legt man höchstens oben drauf, wegen der Fliegen.)
      Später ist ja in der zweiten Kiste, bevor sie nach unten wandert, schon genügend Material drin, sodass die Löcher am Boden abgedeckt sind.

      Reihenfolge:
      wenn die untere Kiste voll ist, wird mit dem Füllen der oberen Kiste begonnen. Die Würmer wandern langsam nach oben. Wenn unten keine Würmer oder wenige Würmer sind wird der Inhalt der unteren Kiste entnommen. Die obere Kiste wandert nach unten. Die entleerte Kiste wird obendrauf gesetzt. Der Übergang von unten nach oben ist etwas tricky, weil das Material in der unteren Kiste manchmal noch etwas zusammensackt. Dann musst du noch etwas einfüllen, damit die Würmer in die obere Kiste gelangen können.

      Liebe Grüße
      Anja

  19. Avatar for Natalie

    Ach und noch eine weitere Frage: die Filzmatte/der Jutesack zum abdecken gegen die Fruchtfliegen kommt AUF den Kompost UNTER den Deckel? Das bedeutet, dass ich die Filzmatte jedes Mal anheben muss, um neuen Kompost aufzufüllen???

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Der Jutesack kommt auf das zu kompostierende Material. Ja, du musst sie anheben um neues Material einzufüllen.

  20. Avatar for Clara

    Hallo,
    ich habe gerade deinen Blog entdeckt und klicke mich so durch die verschiedenen Artikel. Ich bin gerade dabei unsere Terrasse in eine hoffentlich schön grüne Oase zu verwandeln und schaue nach Inspiration. Euer Schrebergarten sieht auf jedenfall wunderschön aus 🙂
    Eine Frage hätte ich zu der selbstgebauten Wurmkiste: hattest du bisher Probleme, dass sich die Kisten verzogen haben?
    Ich finde eigentlich Holzkisten schöner, habe aber gelesen, dass es damit Probleme geben könnte…
    Liebe Grüße
    Clara

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Liebe Clara,

      die Kiste ist nicht mehr im Einsatz. Aber solange sie es war, hat sie sich nicht erzogen.

      Liebe Grüße
      Anja

  21. Avatar for Sara

    Hey ich hab die Kiste jetzt ganz neu.
    Allerdings schimmel manche LM Reste in ihr.
    Ist das okay oder schadet das?

    LG

    • Avatar for Die Gaertnerin
      Die Gaertnerin

      Hallo Sara,

      wenn es schimmelt, kannst du Urgesteinsmehl darüber streuen. Das hilft und die Würmer finden es lecker.

      Liebe Grüße
      Anja

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