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Der kleine Horrorgarten

Blumen, Kohl & Rock'n'Roll

Pflanzen vorziehen im Februar. Wer besondere Gemüsesorten ernten will muss selbst aussäen. Auberginen, Chili und Paprika-Pflanzen kann man schon im Februar auf der Fensterbank vorziehen.

Langsam wird es Zeit zum Säen

Dieser Artikel wurde 2015 zum ersten Mal veröffentlicht. Habe ihn für Euch zur aktuellen Aussaat-Saison nochmal überarbeitet und neu veröffentlicht. An der Devise: Pflanzen vorziehen im Februar hat sich nichts verändert und vielleicht bringt Euch meine Pflanzenauswahl ja auf neue Ideen. 

Wer ernten will muss säen. Das stimmt zwar dank dem breiten Angebot an vorgezogenen Gemüsepflanzen nur bedingt, aber wer mehr will als 08/15 Sorten aus dem Gartenmarkt, der muss jetzt die Fensterbank freiräumen und mit der Aussaat beginnen. Wer eigene Paprika, Chili und Auberginen ernten will, muss früh anfangen. Damit die Früchte rechtzeitig reifen sollte man die Pflanzen im Februar vorziehen. Auch manche Sommerblumen, wie Löwenmäulchen und Zinnien müssen zeitig vorgezogen werden, wenn sie recht früh blühen sollen. In den vergangenen Jahren herrschte bei mir daher bereits im Februar drangvolle Enge auf der Fensterbank. Töpfchen und Schälchen soweit das Auge reicht und darüber eine riesige Pflanzenlampe, die das schwache Nordfensterlicht entsprechend verstärkte.

In diesem Jahr bin ich spät dran. Es ist Februar und ich habe noch nichts, wirklich noch gar nichts, ausgesät. Das kann natürlich nicht so bleiben. Paprika, Chili, Auberginen und Tomaten werde ich zwar in diesem Jahr als Jungpflanzen einkaufen – es gibt hier in Köln ein tolles Tomaten-Projekt, das alle nur erdenklichen Sorten vorzieht und das bei erheblich besseren Lichtverhältnissen, als ich sie den Pflänzchen bieten könnte – aber trotzdem bleibt noch so einiges für die Selbstaussaat übrig.

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Pflanzen vorziehen im Februar. Wer besondere Gemüsesorten ernten will muss selbst aussäen. Auberginen, Chili und Paprika-Pflanzen kann man schon im Februar auf der Fensterbank vorziehen.

Pflanzen vorziehen im Februar

Ich hätte in diesem Jahr gerne wieder Löwenmäulchen und Zinnien. Die vorgezogenen Pflanzen sorgen im Sommer für den Wow-Effekt im Vorgarten. Ich verteile sie überall da, wo gerade nichts blüht. In den letzten beiden Jahren habe ich mich an der Direkt-Saat von Tagetes (die würzig duftenden kleinen ungefüllten Tagetes tenuifolia) versucht – mit wenig Erfolg. Gegen die Schnecken hatten sie nicht den Hauch einer Chance. Deshalb ziehe ich sie in diesem Jahr wieder im sicheren Gewächshaus vor. Und auch meine wunderbaren Duftwicken blühen früher, wenn ich sie in Klopapierrollen (wegen den tiefen Pfahlwurzeln) vorziehe.

Auch Zucchini werde ich diesmal wieder selbst aussäen. Nachdem die im letzten Jahr im Gartenmarkt gekauften Zucchinipflanzen in Wirklichkeit Kürbispflanzen waren gehe ich lieber kein Risiko mehr ein. Noch ein zucchinifreies Jahr würde zwar das Kind erfreuen, aber mich überhaupt nicht. Bei Gurken bin ich mir noch nicht sicher. Im letzten Jahr wurden meine selbst gezogenen Pflanzen komplett von Schnecken verspeist. Die veredelte Pflanze aus dem Gartenmarkt haben sie verschmäht. Also entweder kaufe ich wieder so eine – obwohl die echt teuer war – oder ich versuche meine eigenen Gurken zu veredeln. Soll gar nicht so schwer sein.

junge Sonnenblumen Pflanzen
Duftwicken Sämling in Anzuchttöpfen aus Klopapierrollen
Zinnien rechtzeitig vorziehen
Pflanzen vorziehen im Februar. Wer besondere Gemüsesorten ernten will muss selbst aussäen. Auberginen, Chili und Paprika-Pflanzen kann man schon im Februar auf der Fensterbank vorziehen.

Schlusslicht sind dann noch ein paar Exoten, die es in kaum einem Gartenmarkt zu kaufen gibt. Die leckeren Ananaskirschen (Physalis pruinosa), die mexikanische Minigurke mit ihren 2-3 Zentimeter großen, optisch an Wassermelonen erinnernden, intensiv nach Gurke schmeckenden Früchten (hier geht es zum Gemüseportrait der mexikanischen Minigurke), die ebenfalls aus Mexiko stammende Inkagurke, auch bekannt als Hörnchenkürbis. Ihre hörnchenförmigen Früchte schmecken am Besten wenn sie noch ganz klein sind. Und zum ersten Mal überhaupt werde ich mich an Tomatillos versuchen. Die haben zwar botanisch nichts mit Tomaten zu tun, werden aber so ähnlich angebaut, mit einem entscheidenden Unterschied: sie bekommen keine Braunfäule. Nach dem letzten sehr verregneten Gartenjahr ein echter Pluspunkt.

Aussaat auf der Fensterbank

Außerdem sind die ersten Salatsamen (zarte Goldforelle), rote Kohlrabi, ein paar Fenchelsamen, rotstieriger Mangold, der Palmkohl “Nero di Toscana” und zwei Sorten Basilikum (Buschbasilikum und neapolitanisches Basilikum) in der Aussaatkiste gelandet. Damit sind meine Fensterplätze bereits mehr als belegt. Jetzt hoffe ich auf stetig steigende Temperaturen, damit das junge Gemüse schnell in das Gewächshaus im Garten umziehen kann.

So, das war’s bei mir. Wie sieht es in euren Saatkisten aus? Verratet ihr mir was darin wächst?

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