Wenn man an unserem Garten vorbei spaziert, fällt unser kleiner Tetris-Garten mit seiner Mischung aus Rahmen- und Hochbeeten Spaziergängern sofort ins Auge. Entsprechend oft werde ich gefragt, warum wir denn unser Gemüse im Hochbeet anbauen.

Rahmenbeete bepflanzt mit Gemüse

Weil es praktisch ist, sag ich dann. Weil wir so direkt im ersten Gartenjahr eine ausgelaugte Rasenfläche für den Gemüseanbau nutzen konnten. Ohne lang umzugraben. Weil Gemüse in Hochbeeten einfach phänomenal gut wächst. Weil Unkraut kein großes Thema ist und Schädlinge auch nicht. Einmal aufgesetzt macht es nur noch wenig Arbeit und unsere Ernten können sich wirklich sehen lassen. Mit einem Frühbeet-Aufsatz verlängern wir die Gemüsesaison und ernten quasi rund ums Jahr leckeres Bio-Gemüse, Kräuter und Salat aus unseren Hochbeeten.

Mit einem Frühbeet die Saison im Hochbeet verlängern
Den Frühbeet-Aufsatz kannst du nachbauen, hier gehts zur Anleitung: Frühbeetaufsatz bauen

Aber es gibt noch mehr gute Gründe, die für ein Hochbeet sprechen, schau dir dazu gerne unser Video an, dort werden alle Gründe, die dafür sprechen, ausführlich vorgestellt.

Video: Warum du unbedingt ein Hochbeet brauchst!

10 gute Gründe für das Gärtnern in Hochbeeten

Falls dir das mit dem Video zu lange dauert, hier noch einmal die Gründe, die für ein Hochbeet sprechen in Kurzform:

Gerade der letzte Punkt spielt im städtischen Umfeld oft eine Rolle. Mit einem Hochbeet kannst du auch in einem versiegelten Hinterhof Gemüse ernten. Wenn es klein genug ist, kann es auch auf Dachterrassen oder größeren Balkonen stehen. Dabei musst du nur unbedingt die Statik beachten. Ein Hochbeet ist nicht unbedingt ein Leichtgewicht.

Hochbeet aus Holz gefüllt mit Gemüse

Gibt es wirklich nur Vorteile?

Du weißt, wo Licht ist, ist auch Schatten, deshalb will ich dir die Nachteile vom Anbau in Hochbeeten auch nicht verschweigen.

Da ist zum einen der Materialeinsatz für das Hochbeet. Den hast du beim Anbau in erdgebunden Beeten nicht. Je nach Material, fallen die Kosten da sehr unterschiedlich aus.

Dann natürlich die Füllung. In so ein Beet passt eine Menge organisches Material rein, vieles davon kommt aus deinem Garten, du kannst so zum Beispiel deinen Grünschnitt im Gartenkreislauf halten, aber wahrscheinlich musst du auch ein paar Säcke Erde zukaufen. Wie es richtig befüllt wird kannst du dir hier ansehen: Hochbeet bauen und füllen.

Die drei Schichten einer Hochbeet-Füllung

Der letzte Punkt auf meiner Negativ-Liste ist das Nachfüllen. Bedingt durch den speziellen Aufbau sacken Hochbeete im Verlauf der Saison ein und du musst im Frühling neue Erde nachfüllen. Im Idealfall erzeugst du die selbst mit deinem Komposthaufen. Oder du füllst es mit gekaufter Erde auf. Wie du beim Nachfüllen vorgehst, kannst du dir hier anschauen: Hochbeet auffüllen.

Drei Nachteile versus zehn Vorteile. Was meinst du? Bist du Team Hochbeet? Alles was du zum Thema wissen musst, erfährst du übrigens in unserem Buch.

Hochbeet – Was mache ich wann?: Ernteglück das ganze Jahr. Musterbeete mit optimalen Kombinationen
Der Jahresplaner für Hochbeet-Neulinge: Reiche Ernte von Anfang an, Musterbeete für jede Jahreszeit – nach dem phänologischen Kalender, Nachhaltig nach dem Cradle-to-Cradle-Verfahren produziert.
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